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Wenn ein behindertes Kind im Mutterleib
heranwächst oder eben erst auf die Welt
gekommen ist, bringt das viele Eltern aus
dem Gleichgewicht. Sie spüren Wut, Trauer,
Enttäuschung und möchten gleichzeitig diese
Gefühle nicht zulassen. Unsere
Selbsthilfegruppe “Von wegen down" weiß um
diese emotionale Zerreißprobe und will Mut
machen. Wer mit seinen Ängsten zu uns kommt,
erlebt, wie normal und selbstverständlich
Familien mit einem Down-Kind leben und
erfährt, dass viele Sorgen unbegründet sind.
“Von wegen down" - schon der Name der
Selbsthilfegruppe ist energiegeladen, ein
bisschen trotzig und vor allem
zuversichtlich. Das Down-Syndrom wurde zum
ersten Mal von dem englischen Arzt Dr. John
Langdon Down beschrieben und nach ihm
benannt. Gleichzeitig bedeutet das englische
“down" auch niedergeschlagen, aber gerade
das sind wir sicherlich nicht!
Seit 1996 treffen sich inzwischen 20 Eltern
aus einem Umkreis von 40 Kilometern mit
ihren behinderten und nicht behinderten
Kinder einmal pro Monat im Garchinger
Pfarrzentrum, um vergnügt zu spielen,
Erfahrungen auszutauschen, sich gegenseitig
zu unterstützen, aber auch, um gemeinsam
gegen die vielen Vorurteile von außen zu
kämpfen, denn unsere Söhne und Töchter sind
ganz verschieden, jeder hat ganz besondere
Eigenschaften und individuelle Fähigkeiten.
“Das" Kind mit Down-Syndrom gibt es nicht.
Um unsere drei vordringlichen Ziele
verwirklichen zu können: gegenseitige
Unterstützung, Schaffung einer förderlichen
Umgebung für unsere Kinder und
Öffentlichkeitsarbeit zum Abbau von
Vorurteilen und Stärkung der Integration
unserer Kinder benötigen wir auch
finanzielle Mittel. Veranstaltungen kosten
Geld, sei es die kontinuierliche Erweiterung
unseres DS-Informationsstands in der
Garchinger Gemeindebücherei, die
Durchführung von Elternabenden zum Thema
Down-Syndrom in Kindergärten oder die
Ausstellung von Plakaten, und auch für
unsere monatlichen Treffen brauchen wir eine
geeignete Ausstattung. So haben wir im
vergangenen Jahr Sitzwürfel angeschafft,
damit wir bei den Kreisspielen mit den
Kindern nicht mehr auf dem Boden sitzen
müssen. Wir sind dankbar, dass uns die
finanzielle Zuwendung aus dem Erlös der
Cyclemania all dies ermöglicht. |